Team Mitbestimmung
Die IGBCE –
deine Gewerkschaft.
Stark durch dich.
Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie ist die Gewerkschaft für Beschäftigte in der Chemie- und Pharmaindustrie – und damit auch für Fresenius Medical Care. Sie erkämpft Tarifverträge, schützt Mitglieder und stärkt den Betriebsrat.
~ 530.000+
Mitglieder in Deutschland
1892
Gegründet –
über 130 Jahre
3500+
Tarifverträge abgeschlossen

Deine Gewerkschaft, die IGBCE
Die IGBCE arbeitet auf zwei Ebenen gleichzeitig: Sie verhandelt auf Bundesebene Tarifverträge, die für alle gelten – und sie unterstützt dich persönlich, wenn es darauf ankommt.
Ohne IGBCE kein Chemietarifvertrag. Ohne Tarifvertrag keine geregelten Gehälter, kein Urlaubsgeld, keine Altersvorsorge. Das ist kein Zufall – das ist das Ergebnis von über 130 Jahren gewerkschaftlicher Arbeit.

📜 Tarifverträge aushandeln
Die IGBCE verhandelt den Chemietarifvertrag mit den Arbeitgeberverbänden. Das Ergebnis gilt für alle FMC-Beschäftigten – egal ob Mitglied oder nicht.
🏛️ Politische Vertretung
Die IGBCE bringt die Interessen der Beschäftigten in die Politik ein – auf Landes- und Bundesebene, bei Gesetzgebungsverfahren und in Anhörungen.
⚖️ Rechtsschutz für Mitglieder
Bei Abmahnung, Kündigung oder Streit ums Gehalt: IGBCE-Juristen vertreten Mitglieder kostenlos – bis vors Arbeitsgericht und darüber hinaus.
🌍 Europäischer Betriebsrat
FMC ist ein internationaler Konzern. Die IGBCE koordiniert die Arbeit im Europäischen Betriebsrat und vernetzt die Interessenvertretungen europaweit.
🎓 Betriebsräte schulen
Die IGBCE qualifiziert BR-Mitglieder mit Seminaren zu Arbeitsrecht, Betriebsverfassung und Verhandlungsführung. Ein starker BR braucht Wissen.
🤝 Solidarität organisieren
Im Arbeitskampf mobilisiert die IGBCE die Mitglieder, organisiert Streiks und zahlt Streikgeld. Ohne diese Stärke im Rücken wären Tarifverhandlungen wirkungslos.
Der Chemietarifvertrag bei FMC
Für wen gelten die Tarifverträge und wo wirken Sie?
Der Bundesentgelttarifvertrag Chemie (BETV) ist die Grundlage für alle tarifgebundenen Entgelte und Vergütungen bei FMC. Er schreibt fest, was mindestens gezahlt werden muss – und schützt damit alle Beschäftigten vor willkürlichen Gehaltskürzungen. Wo aber gilt der Tarifvertrag? Das findest du in der nachstehenden Übersicht
Was der Tarifvertrag regelt:
💶 Entgelttabellen und Mindestgehälter nach BETV-Eingruppierung
🏖️ Urlaubs- und Weihnachtsgeld, tarifliche Sonderzahlungen, 30 Urlaubstage, 5 Tage MOA
⏰ Regelarbeitszeit 37,5 Stundenwoche, Mehrarbeitszuschläge, Schichtzulagen
👴 Betriebliche Altersvorsorge (BAV Chemie), Altersteilzeit
⛺ Regelungen zu Lebensarbeitszeitkonten, freier Tag für IGBCE – Mitglieder
📈 Tariferhöhungen durch regelmäßige Verhandlungen.
→ Aktuelle Tarifabschlüsse und Entgelttabellen findest du im Bereich Tarif & Entgelt.
Wissen: Wie ein Tarifvertrag entsteht…
Tarifverträge fallen nicht vom Himmel. Hinter jedem Abschluss steckt ein Prozess, an dem viele Menschen beteiligt sind – auch du als Mitglied kannst dabei eine Rolle spielen.
Die Forderungsempfehlung: Was wollen wir?
Am Anfang steht die Frage: Was brauchen die Beschäftigten? Die IG BCE sammelt Stimmungen und Wünsche aus den Betrieben – über Vertrauensleute, Betriebsräte und Mitgliederbefragungen. Auf dieser Basis erarbeitet die Gewerkschaft eine Forderungsempfehlung: mehr Lohn, kürzere Arbeitszeiten, bessere Zuschläge – konkret und begründet.
Die Tarifkommissionen: Wer verhandelt für uns?
Dafür gibt es eigens gewählte Gremien: die Tarifkommissionen. Sie bestehen aus erfahrenen Gewerkschaftsmitgliedern und hauptamtlichen Sekretären. Die IG BCE ist in 8 Landesbezirke gegliedert – Tarifverhandlungen starten daher zunächst auf Landesbezirksebene. Nach der ersten Verhandlungsrunde übernimmt die Bundestarifkommission das Mandat und führt den Prozess bundesweit zum Abschluss.
Die Verhandlungen: Geben und Nehmen – aber mit Rückgrat
In mehreren Verhandlungsrunden treffen sich Gewerkschaft und Arbeitgeberverband am Tisch. Es geht um Zahlen, Fristen und Formulierungen. Die Tarifkommission kämpft für das bestmögliche Ergebnis – im Rücken: die Mitglieder. Je mehr Mitglieder organisiert sind, desto stärker ist die Verhandlungsposition.
Die Mitglieder im Rücken: Druck aus dem Betrieb
Tarifverhandlungen werden nicht nur am Verhandlungstisch gewonnen. Parallel dazu sind die Mitglieder gefragt – sichtbar, aktiv und solidarisch.
🗣️ Aktionsschichten: Informationsveranstaltungen im Betrieb zum Stand der Verhandlungen
✍️ Unterschriftenaktionen: Zeichen setzen gegenüber dem Arbeitgeber
📌 Sichtbar werden: Buttons, Westen oder Plakate – gemeinsam Haltung zeigen
👥 Kolleg*innen ansprechen: Wer nicht Mitglied ist, soll wissen, wofür wir kämpfen
Hinter der Tarifkommission stehen keine paar Funktionäre – sondern die gesamte Belegschaft. Betriebliche Aktionen zeigen: Die Mitglieder meinen es ernst.
Scheitern die Verhandlungen: Schlichtung oder Arbeitskampf
Manchmal reicht Reden nicht. Wenn keine Einigung gelingt, gibt es zwei Wege: Schlichtung durch eine neutrale Person – oder Arbeitskampf. Für einen Streik braucht es eine Urabstimmung unter den Mitgliedern: Mindestens 75 % müssen zustimmen. Wer streikt, erhält Streikgeld von der Gewerkschaft. Streik ist kein Selbstzweck – aber er zeigt: Die Beschäftigten meinen es ernst.
Der Abschluss: Der neue Tarifvertrag
Wenn eine Einigung steht, wird der Tarifvertrag unterzeichnet. Er gilt für alle Beschäftigten im Geltungsbereich – unabhängig davon, ob sie Mitglied sind oder nicht. Aber: Wer erkämpft hat, wer Mitglied ist, wer gestreikt hat – der weiß, dass es kein Geschenk war.

